Das Leitbild der NaSch

leitbild

 

Unsere Schule hat ihren

Ursprung

in der Bürgerbewegung des Jahres 1989.

 

LehrerInnen und Eltern gründeten die Nachbarschaftsschule (NaSch) mit dem

Anliegen

der Gestaltung einer staatlichen Schule, die sich nach innen und außen öffnet. An der Nachbarschaftsschule lernen Kinder und Jugendliche von Klasse 1-10 mit allen Abschlussorientierungen. Die individuellen Stärken und Begabungen der SchülerInnen fördern wir bewusst und bestmöglich. Dafür nutzen wir bewährte reformpädagogische Organisationsformen und Methoden.

 

Innerhalb des Bildungs- und Erziehungsauftrages ist es uns besonders wichtig,

Werte

zu entwickeln und gemeinsam zu leben – Werte wie Freude am Lernen, Demokratie- und Konfliktfähigkeit, Gewaltfreiheit und die Bereitschaft, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Unterschiede zwischen Menschen betrachten wir als Chance für eine lebendige Schule. Freundlichkeit und ein respektvoller Umgang miteinander prägen das Klima der NaSch.

 

Das

Gemeinwesen NaSch

versteht sich als Teil und Modell einer demokratischen Gesellschaft. Unsere Schule ist ein Ort des sozialen Lernens, der in Leipzig und vor allem im Stadtteil Lindenau fest verankert ist. Schule, Hort und Nachbarschaft sind Partner, die transparent und zum gegenseitigen Nutzen zusammenarbeiten.

 

Die NaSch hat ihre spezifische

Struktur und Arbeitsform

entwickelt.

Unsere Schule ist in 3 Stufen gegliedert:

  • eine altersgemischte Eingangsstufe der Klassen 1-3
  • eine mittlere Stufe der altershomogenen Klassen 4-6
  • sowie eine obere Stufe der Klassen 7-10.

Die LehrerInnen arbeiten in Schulstufen-Teams zusammen, in denen sie Unterricht planen und reflektieren und sich über Lernerfolge und Förderung von Schülern austauschen. Die Teams

koordinieren Organisatorisches, setzen das Schulkonzept um und entwickeln es weiter.

 

Die Schule wird von einer erweiterten Schulleitung geleitet.

 

Die Kinder der Klassen 1-6 können den Hort in Trägerschaft des Vereins Initiative Nachbarschaftsschule Leipzig e.V. besuchen.

Für SchülerInnen der oberen Klassenstufen gibt es Angebote des Jugendfreizeitbereiches, auch in Zusammenarbeit mit freien Trägern.

Elternrat, Schülerrat, Hort, Jugendfreizeit und Verein sind weitere wichtige Bereiche, die mit allen SchülerInnen und LehrerInnen die Schulgemeinschaft bilden. Gemeinsame Projekte mit Partnern und Nachbarn im Stadtteil sind Bestandteil der Schulkultur.

 

Das Herzstück der Schule ist der

Unterricht

mit folgenden Merkmalen:

  • Öffnung nach innen und außen
  • Binnendifferenzierung und ein hohes Maß an Schülerbeteiligung
  • sorgfältige und lehrplangelenkte Auswahl der Inhalte
  • Methodenvielfalt.

Wir orientieren uns an einem erweiterten Leistungsbegriff, der die Entwicklung der Schülerpersönlichkeit als Ganzes berücksichtigt. Im Unterricht spielen daher anspruchsvolles fachliches Lernen, soziales Lernen und das Methodenlernen eine große Rolle.

 

In den altersgemischten Klassen der Stufe 1-3 beginnt der Tag mit einem Morgenkreis. Anschließend wird mit Wochenplänen und in Projekten gearbeitet. Dazu finden sich die Kinder mit Lernpartnern und in kleinen Gruppen zusammen. In den Dreijahresrhythmus der Projektthemen fügen sich die Lehrplaninhalte dreier Schuljahre ein. Notenfreie Zeugnisse in Form eines Briefes an die Kinder geben Auskunft über den erreichten Leistungsstand und Hinweise für die Weiterarbeit.

 

In den Klassen der Jahrgangsstufen 4-6 werden diese Unterrichtsformen und Methoden aufgegriffen und altersentsprechend fortgeführt. Die Leistungsbewertung erfolgt verbal und notenfrei mit Punktsystem.

Der fächerübergreifende Projektunterricht bietet Schülern die Möglichkeit, sich Inhalte und Fragestellungen in größeren und komplexen Zusammenhängen zu erschließen. Wichtige Arbeitstechniken wie Materialrecherche, Zeitmanagement, das Organisieren von Hilfe und das Präsentieren von Ergebnissen werden geübt und angewendet.

Die vorrangigen Methoden des Fachunterrichtes sind offene Arbeitsformen wie Wochenplan und Freiarbeit.

 

In den Klassen der Stufe 7-10 führt der systematische Fachunterricht, z.T. in Epochen organisiert, langfristig zu den Abschlussprüfungen hin. In Halbjahresarbeiten setzen sich Schüler prozessorientiert mit selbstgewählten Themen auseinander.

Angebote zur Berufs- und Lebensorientierung bauen in dieser Schulstufe aufeinander auf und schließen zwei Praktika ein.

Ab Klassenstufe 7 werden die Schülerleistungen vorrangig mit Zensuren bewertet. Ausführliche Lernentwicklungsberichte ergänzen die Zensurenzeugnisse im Halbjahr und geben Hinweise für die Arbeit bis zum Schuljahresende. Nach ihrem Realschul- oder Hauptschulabschluss wechseln die Absolventen der NaSch an weiterführende Schulen, um einen Berufsschulabschluss oder das Abitur zu erwerben.

 

Der

Hort

der Nachbarschaftsschule bietet altersgemischte Freizeitangebote für die SchülerInnen

der Klassen 1 – 6. Alle Kinder können hier den Nachmittag individuell gestalten und dabei zwischen ganzjährigen Kursen und täglich wechselnden Freizeitaktivitäten auswählen. Eigenverantwortlichkeit und Selbstständigkeit werden somit auch durch die offene Hortarbeit gefördert.

Zwischen Schule und Hort besteht eine enge Verbundenheit. ErzieherInnen und LehrerInnen gestalten Projekte, Feste, Klassenfahrten, Elternabende und pädagogische Tage gemeinsam.

 

Im

Kindergarten

erlernen die Kinder alle elementaren Fähigkeiten, um selbständig zu werden. Einen großen Stellenwert hat das lebenspraktische sowie das soziale Lernen – die Gemeinschaft, das Miteinander, die Herausbildung sozialer Kompetenzen.

Auch im Kindergarten beginnt der Tag mit einem Morgenkreis, werden Angebote unterbreitet, aus denen die Kinder wählen.

Die drei Gruppen sind altersgemischt – Große helfen den Kleinen.

Kinder im letzten Kindergartenjahr besuchen die Vorschulwerkstatt, die gemeinsam von Pädagogen aus Kindergarten und Schule organisiert wird.

 

Das Engagement der

Eltern

ist für das Gelingen des NaSch-Konzeptes wesentlich. In gegenseitiger Achtung nehmen Eltern, Schule und Hort ihre jeweils besondere Verantwortung für die Kinder und Jugendlichen und auch für die NaSch als Ganzes wahr. Sie unterstützen die Arbeit der Pädagogen und Erzieher vielfältig. Die Eltern sind aufgefordert, das Schulleben aktiv mitzugestalten. Sie tragen dazu bei, Bewährtes zu erhalten und geben Anstöße für notwendige Veränderungen.

 

Die NaSch bleibt eine Schule auf dem Weg. Immer wieder vergewissern wir uns der eigenen Wurzeln, pflegen eine Fülle lebendiger Traditionen und formen die Schule entsprechend sich ändernder Bedingungen.

Kontinuität und Wandel

sind unser Leitmotiv.

 

   

Im Leitbild der NaSch

sind die wesentlichen Grundsätze unserer Arbeit schriftlich fixiert worden.

Es wurde 2004 von Lehrern, Eltern und Schülern gemeinsam erarbeitet.

 

Da wir uns als Schule auf dem Weg verstehen, die immer nach den bestmöglichen Lösungen sucht, haben sich im Laufe der Jahre einige Veränderungen ergeben:

 

– Der Epochenunterricht kann zurzeit aus planungstechnischen Gründen
   nicht realisiert werden.
– Die Schüler absolvieren 4 Praktika: zwei soziale und zwei Berufspraktika.
– Die Form der Halbjahresarbeiten wurde modifiziert:
      Klasse 7  Projektwoche: freies Thema mit Portfoliomethode
      Klasse 9  Halbjahresarbeit: freies Thema
– Die Klasse 7 erhält zur Halbjahresinformation einen schriftlichen Lernentwicklungsbericht.
– In den Klassen 8 und 9 werden im Zusammenhang mit den Halbjahresinformationen

   persönliche, protokollierte Lernzielgespräche Schüler-Klassenleiter-Eltern geführt.

 

Stand 10/2013