

An unserer Schule können die Kinder Englisch und Französisch im Rahmen des regulären Unterrichts erlernen. Spanisch wird als Arbeitsgemeinschaft angeboten.
Der Englischunterricht findet ab Klasse 3 statt. Fakultativ können sprachinteressierte Kinder in Klasse 5 und 6 einen Cambridge-Kurs belegen und diesen mit einer Prüfung (Cambridge Certificate) abschließen. Von Klasse 5 bis 8 betsteht die Möglichkeit der Teilnahme am internationalen Wettbewerb Big Challenge. Die Schüler der 7. Klasse haben zudem im Rahmen eines Schulwettbewerbes die Möglichkeit, ihre Englischkenntnisse unter Beweis zu stellen. Der erfolgreichste Teilnehmer wird zum Fremdsprachenwettbewerb Englisch der Stadt Leipzig delegiert. In Klasse 9/10 können zukünftige Gymnasiasten am fakultativen Zusatzunterricht Englisch (eine Stunde pro Woche) teilnehmen. Aus dieser Gruppe ermitteln wir den oder die Beste/n, der bzw. die am o.g. Fremdsprachenwettbewerb teilnimmt. Die Teilnahme besonders begabter Schülerinnen und Schüler am Bundeswettbewerb Fremdsprachen wird ebenfalls unterstützt.
Traditionell fahren die Schüler der 9. Klassen zur Klassenfahrt nach London. Angestrebt wird eine Unterbringung in Gastfamilien, damit die Schüler typische englische Lebensweisen kennen lernen und ihre Sprachkenntnisse anwenden können.
Erstmals arbeiten wir im Schuljahr 2007/08 mit einem Fremdsprachenassistenten zusammen. Sebastian Ehreiser (USA) ist dabei insbesondere bei der Förderung leistungsstärkerer Schülerinnen und Schüler eingesetzt.
Ab Klasse 6 haben die Kinder die Möglichkeit, mit Französisch zu beginnen. Dieser Unterricht ist ab Klasse 7 abschlussorientiert und damit wahlweise-obligatorisch.
Seit dem Schuljahr 2007/2008 erfolgt das Erlernen der französischen Sprache bereits ab der Klassenstufe 1 als Begegnungssprache. Die Kinder erlernen die Sprache spielerisch und weitgehend mündlich. Für die Schüler der 1. und 2. Klasse ist Französisch obligatorisch. Ab Klasse 3 haben die Schüler die Möglichkeit, Französisch "abzuwählen".
Im Laufe des Schuljahres finden verschiedene fremdsprachliche Aktivitäten statt. Wir besuchen z.B. regelmäßig die Aufführungen des "White Horse Theatre" bzw. sind zu Gast zu den französischen Filmtagen. Außerdem nutzen wir Möglichkeiten der Begegnung mit Muttersprachlern wie z. B. im Rahmen gemeinsamer künstlerischer Projekte bzw. durch den Besuch von Gruppen von Austauschstudenten.
Ebenfalls wünschenswert und durch einzelne Schülerinnen und Schüler genutzt wird der internationale Jugendaustausch. Hier ein Schülerbericht:
Auf Anregung meiner Französischlehrerin hatte ich die Möglichkeit, an einem Schüleraustauschprogramm mit Frankreich teilzunehmen. Deshalb verbrachte zuerst meine Gastschülerin Clémence den Juni und Juli in unserer Familie und besuchte in diesem Zeitraum für sechs Wochen mit mir die Nachbarschaftsschule. Wir haben uns gut verstanden und die Zeit hier in Leipzig hat uns sehr gut gefallen. Mitte August fuhr ich schließlich zu meiner Austauschschülerin in die Bretagne, auch für zwei Monate. Mein Start in Frankreich fiel mir etwas leichter, da ich schon Clémence gut kannte und ich mich auch vorher schon mit ihrer Familie bekannt gemacht hatte. Ich muss sagen, dass ich wirklich sehr gut von meiner Gastfamilie aufgenommen wurde.Nur die Schule kannte ich noch nicht und ich hatte erst etwas Bedenken, da ich nicht in die selbe Klasse wie Clémence gehen würde. Doch ehrlich gesagt hatte ich auch großes Glück, weil alle Schüler meiner Klasse ebenfalls neu auf diesem Gymnasium waren und mit mir gemeinsam die 10. Klasse begonnen haben. Im Gegensatz zu der Nasch gehen auf das Gymnasium rund 2000 Schüler, von der 10. bis zur 12. Klasse. Deshalb waren auch die Klassen größer: in meine Klasse gingen mit mir 36 Schüler, hier in Leipzig sind wir nur 23. Aber trotzdem herrschte sehr viel Disziplin bei den Schülern, obwohl die Stunden zehn Minuten länger gedauert haben, d.h. 55 Minuten, und somit auch der Unterrichtstag viel länger war. Wir hatten eine Frühstückspause von 15 Minuten nach 2 Stunden und eine Mittagspause von 1 ½ Stunden nach noch mal 3 Stunden. Normalerweise hatten wir zwischen 15.30 Uhr und 17.30 Uhr Schluss, schließlich noch ½ Stunde auf den Bus warten und ½ Stunden mit dem Bus fahren. So waren ich und Clémence ziemlich spät zu Hause und hatten nur wenig Zeit für Hausaufgaben oder Freizeit. Aber die Hausaufgaben erledigte man, wenn man eine Stunde Ausfall hatte, in einem großen Saal. Da wir in der Woche eher nicht so viel Freizeit hatten, starteten wir am Wochenende viele Aktivitäten, wobei ich die nähere Umgebung gut kennen lernte.
Ich kann wirklich sagen, dass alle Leute die ich getroffen habe, mir sehr nett und freundlich gegenübertraten. Egal ob Bekannte, Freunde von Clémence oder auch die Schüler meiner Klasse. Auf jeden Fall habe ich in dieser Zeit mein Französisch verbessert und ich würde diesen Austausch wirklich jeden empfehlen, der Lust hat, Neues zu entdecken und viel lernen möchte. Ich bereue es auf keinen Fall, diesen Austausch mitgemacht zu haben.
Alle Aktivitäten fließen in der Dokumentation in einem Europäischen Portfolio der Sprachen zusammen (ab Jg. 5. Klasse 2007/08).