Reformpädagogisch orientierte Schule in Sachsen
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1. Pädagogische Ziele 

Ausgehend vom Leitbild der NaSch sind Ziele wie die Entwicklung von Werten wie Demokratie- und Konfliktfähigkeit, Gewaltfreiheit und die Bereitschaft, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und Akzeptanz anderen Menschen gegenüber auch die Ziele in unserer Hortarbeit. 

Unser wichtigstes Ziel ist es, die Kinder bei der Entwicklung zu selbstständigen und eigenverantwortlichen Kindern zu unterstützen. Um dies zu erreichen, ist uns Folgendes wichtig:  

     Erwerb von sozialen Kompetenzen

      Ermöglichung von Bildungsprozessen

     Bildung als Selbstbildung

     soziales Lernen in unterschiedlichen Interessengebieten

      Entwicklung von Kreativität und umweltbewusstes Heranwachsen

      Mitbestimmung der Kinder

     Entwicklung von Selbstsicherheit

      Erwerb von Selbstvertrauen

      Entwicklung von Selbstmanagment

      sozialkompetentes Verhalten 

      Entwicklung sozialer Fertigkeiten

         (Einfühlungsvermögen, Kritikfähigkeit,

          Kommunikationsfähigkeit, 

          Kritikfähigkeit, Wahrnehmung, Ich-Kompetenz)

2. Bild vom Kind

Wir betrachten das Kind als gleichberechtigten aktiv handelnden Partner. Nur das Kind selbst kann lernen, es konstruiert sein Bild von der Welt. Dazu benötigt es eine bestimmte individuelle Unterstützung, um seine Potenziale zu entfalten. Wir schaffen den Kindern in den Funktionsräumen durch das vielfältige spezifische Materialangebot eine geeignete Lernumgebung, um Neugier und Eigeninitiative zu entwickeln. Das Kind sucht sich seine Beschäftigung selbst und soll dafür genügend Zeit zur Verfügung gestellt bekommen. Dabei soll es lernen, seine Freizeit selbstständig nach seinen Neigungen und aktuellen Bedürfnissen zu planen und einzuteilen. Das Kind wählt selbst seine Bezugsperson, seinen Spielpartner, den Raum und das Angebot und übernimmt so Eigenverantwortung.

3. Rolle des Erziehers

Die veränderte Rolle des Erziehers ist das Ergebnis des Wandels von Schule und Familie. Die kritische Reflexion der eigenen Person ist die Voraussetzung für das neue Bild des Erziehers. Die professionelle Rolle hängt zusammen mit dem Bild vom Kind als sozialem Akteur. Die Interessen und Bedürfnisse der Kinder sind der Ausgangspunkt der Arbeit. Der Erzieher ist vorrangig Partner und Vertrauensperson des Kindes, er lebt und lernt gemeinsam mit den Kindern, begleitet sie in ihrer Entwicklung und schafft die Bedingungen zur aktiven und handelnden Teilnahme der Kinder am Alltagsgeschehen. Achtung und Wertschätzung eines jeden Kindes ist die Voraussetzung für die Arbeit. Der Erzieher ermöglicht den Kindern, ihre Interessen und Neigungen zu entwickeln, um ihre Fähigkeiten entfalten zu können. Er ermutigt die Kinder, ihre Umwelt zu erforschen, zu experimentieren, sich auszuprobieren und Fragen zu stellen. Dabei ist es seine Aufgabe, die relevanten Themen der Kinder zu erkennen und geeignete Rahmenbedingungen für die Beantwortung der Fragen zu schaffen. Auch neue Themen mutet der Erzieher dem Kind zu. Der Erzieher befindet sich in einem stetigen Prozess von Veränderungen und muss sich ständig weiter qualifizieren.

4. Offene Arbeit 

Veränderte Lebensumstände und Verhaltensweisen der Kinder fordern den Ansatz der offenen Arbeit heraus. Hier ist es den Kindern möglich, sich selbst zu organisieren. Sie haben die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, was sie gerade tun wollen und mit wem sie es tun wollen. Ist ihre Freizeit doch sonst meist verplant durch unsere hektische Gesellschaft mit Hobbys und anderen Aufgaben.

Der Erzieher hat die Möglichkeit, sich in der offenen Arbeit zur Fachfrau bzw. zum Fachmann zu entwickeln. Er kann sich mit aktiver Neugier neue Wissensbereiche aneignen. Die Neugier der Kinder zu fördern, ist die beste Voraussetzung, neue Bildungsangebote zu schaffen. Man macht sich gemeinsam auf den Weg zu neuen Wissensufern.  Offenes Arbeiten bedeutet, immer in geistiger Bewegung zu bleiben. Arbeiten in einer offenen Einrichtung ist ein immer fortwährender Prozess, der durch ständigen Wandel geprägt ist. Deshalb haben wir uns gemeinsam mit unseren Kindern auf den Weg gemacht und haben unsere Räume neu geplant und eingerichtet. Wir haben gemeinsam Funktionsräume geschaffen, die Werkstattcharakter haben. Die Räume sind nicht mehr so multifunktional wie Gruppenräume. Sie dienen wenigen definierten Zwecken.  Die Kinder können sich frei bewegen, jeder Erzieher soll sich zu jeder Zeit für jedes Kind zuständig fühlen. 

5. Raumkonzept 

Die neu gestalteten Funktionsräume entsprechen den altersspezifischen Bedürfnissen der Kinder. Wir haben die Räume so eingerichtet, dass sie den Bedürfnissen nach Begegnung, Bewegung und Ruhe, Spiel und Gestaltung Rechnung tragen. Viele Räume  können alle Kinder nutzen. Einige Räume sind nur den Kindern der Kl. 4-6 vorbehalten, da diese sich in ihrer Altersgruppe zurückziehen möchten. Und einige Räume sind vorwiegend nur von Kindern der Klassen 1 bis 3 zu nutzen. Die Räume haben klare Funktionen. Die Kinder werden zum selbstständigen Handeln herausgefordert und können ihre Sinne entfalten. In den Räumen werden Materialien zur Verfügung gestellt, die Einfluss auf den Selbstbildungsprozess haben. Die Kinder werden selbst tätig und können ihren aktuellen Interessen und Neigungen nachgehen. Die Räume sind so eingerichtet, dass sie dem forschenden Lernen der Kinder Themen anbieten. Jedes Kind kann Spielpartner, Spielinhalte und Materialien frei wählen. 

6. Beobachtung 

Ausgehend vom Sächsischen Bildungsplan gehört die Beobachtung zu einem wichtigen Instrument unserer pädagogischen Arbeit. Das Ziel der Beobachtung ist es, die Themen und Interessen der Kinder zu erkennen und festzuhalten. Beobachtungen geben der Erzieherin entscheidende allgemeine Hinweise für ein gezieltes pädagogisches Handeln, z. B. in Bezug auf Raumgestaltung, Tagesablauf, Materialangebot, Projektarbeit, Zusammenarbeit im Team, Zusammenarbeit mit den Eltern. Durch die Beobachtung wird deutlich, welche Voraussetzungen vorhanden sein müssen, damit Bildungsprozesse überhaupt stattfinden können. Eine Bildungsdokumentation setzt eine regelmäßige Beobachtungstätigkeit voraus. Jedes Kind soll in einem bestimmten Turnus beobachtet werden, um regelmäßig seine Fähigkeiten und Fertigkeiten, seine Theorien und Gedanken zu sammeln. Für die Beobachtungen und deren Auswertung muss jedem Erzieher genügend Zeit zur Verfügung gestellt werden. Um dies zu gewährleisten, ist die Absprache und Planung im Team notwendig. Wichtig ist eine regelmäßige kollegiale Rückmeldung und Beratung. Einmal im Schuljahr bieten wir den Eltern ein Entwicklungsgespräch an.  

7. Zusammenarbeit mit der Schule 

Ganz besonders wichtig ist uns eine enge Zusammenarbeit mit der Schule. Deshalb gibt es folgende Formen der gemeinsamen Arbeit:

    gemeinsame Veranstaltungen:

         Klassenfahrten, Ausflüge, Projektvorstellungen

    Teilnahme des Erziehers an Klassenritualen:

         Morgenkreis, Klassenrat

   Gemeinsame Elternarbeit:

        Elternabende bzw. -gespräche, Stammtische     

  Regelmäßige Absprachen zwischen Erziehern und Lehrern

    Abgestimmte Planung und Organisation

         des Schul- und Hortbetriebs

    Hortleiterin ist Mitglied der Erweiterten Schulleitung

    Gemeinsame Teamtreffen Lehrer-Erzieher

    Teilnahme an Schulkonferenzen